Ergebnisse
der ALOMED-Umfrage:
„Praxislabor und externes Labor“
Arbeitstägliche Richtigkeitskontrolle mit
Kontrollmaterial
an nur 1 von 33 Praxisgeräten?
Mit unserem Rundschreiben Nr. 34 hatten wir sie um die Beurteilung
unserer Dienstleistungen und um Informationen zur Verwendung praxiseigener
Geräte (Art, Einsatzhäufigkeit, Qualitätskontrolle, Anschaffungsgründe)
gebeten.
Leider erhielten wir nur 20% Rücksendungen, sodass unsere Auswertung
nur einen groben Eindruck vermitteln kann:
- 43% der Praxen verwenden keine Analysengeräte und beabsichtigen
dies auch in Zukunft nicht („ALOMED deckt mein Anforderungsprofil
vollständig ab“)
- Mit unserem Service besteht eine weitgehende Zufriedenheit, von
17% der Praxen wird die elektronische Befundübermittlung als
verbesserungswürdig angesehen
- 57% verwenden im Praxislabor ein klinisch-chemisches Gerät,
wiederum 2/3 davon zusätzlich auch ein Hämatologie-Gerät
- Hauptanschaffungsgründe sind Notfälle und Schnelligkeit
der Resultate
- Nur bei 3% aller Geräte wird eine arbeitstägliche Qualitätskontrolle
mit Kontrollserum, bzw. Kontrollblut durchgeführt
- An 85% der Geräte werden maximal 5 Patientenproben pro Tag
gemessen
Wir bedanken uns bei allen Rücksendern für ihre Mitarbeit
und sind auch weiterhin offen für Anregungen und Kritikpunkte.
Aus den vorliegenden Daten kristallisiert sich für uns ein kritischer
Punk heraus:
Praxislabors, die heute Analysengeräte einsetzen, tun
dies weitgehend ohne eine wirksame, arbeitstägliche Qualitätskontrolle
mit Kontrollserum oder Kontrollblut.
Ein Beispiel, das die Folgen solcher Bedingungen
widerspiegelt:
Unlängst wurden unsere Thrombozytenwerte als viel zu niedrig
kritisiert, weil die in der Praxis ermittelten Werte wesentlich höher
lägen. Es stellte sich heraus, dass mit der reinen Spüllösung
(=Leerwert) schon eine Thrombozytenzahl von 1100 X 109/l gemessen
und in dem von uns zur Verfügung gestellten Kontrollblut mit
einem Sollwert von 484 ein Resultat von 1318 (also fast das dreifache)
ermittelt wurde! Auch andere Parameter wie Erythrozytenzahl und Hämatokrit
waren außer Kontrolle.
Sicher spielen die zu geringen labormedizinischen Fachkenntnisse und
Erfahrungen in der Tierarztpraxis beim Zustandekommen solcher "Resultate"
eine Rolle. Andererseits passen aber die erforderlichen Ausgaben für
ein Mindestmaß an labormedizinischer Qualitätskontrolle offenbar
auch nicht in die Verkaufsstrategie der meisten Gerätefirmen. Sie
werden daher selten angesprochen und in die Kostenkalkulation einbezogen.
Genauso wie bei ALOMED führt auch im kleinen Praxislabor die fachgerechte
Qualitätskontrolle zu spürbaren Zusatzkosten. Je kürzer
die Serienlänge pro Analyse, desto höher sind die Zusatzkosten:
Bei 2 Kontrollproben pro Tag und Parameter (je eine Qualitätskontrolle
im normalen und pathologischen Bereich) und einem durchschnittlichen
Probenaufkommen von 5/Tag verteuern sich allein die Reagenzkosten pro
Patientenprobe um 40%!
Neben gewichtigen anderen Gründen – wie dem begrenzten
Analysenspektrum, aber mindestens doppelt so hohen Laborkosten im Vergleich
zum externen Labor - sind es auch die mit der fachgerechten Qualitätskontrolle
verbundenen hohen Zusatzkosten, die 43% unserer Kunden mit Recht von
der Anschaffung eigener Laborgeräte abhalten.
Das Angebot für Vergleichsmessungen halten wir
gerne aufrecht, da es die einzige Möglichkeit ist, eine Vergleichbarkeit
zwischen Praxis- und ALOMED-Werten zu erreichen.
Bei der elektronischen Befundübermittlung (LDT-Befunde)
haben wir die Qualität und Schnelligkeit verbessert und können
jetzt auch Easy-Vet-Kunden einbeziehen.
Neue Publikation erschienen
Tierärztlichen Praxis (Ausgabe Kleintiere) 36
(1): 35-41, 2008
Durch Vektoren übertragene Infektionskrankheiten
als Auslöser von Arthritiden beim Hund
Borreliose und Anaplasmose sind als Auslöser von Arthritiden beim
Hund beschrieben. Für eine Leishmaniose gibt obige Publikation
durch den Leishmanien-DNA-Nachweis in der Synovia einen starken Hinweis
auf einen solchen Zusammenhang.
Zum Nachweis/Ausschluß einer Arthritis und zur Differenzierung
zwischen möglicher infektiöser und autoimmuner Ursache empfehlen
wir unser Profil „Reaktive Arthritis, Rheumatoide Arthritis, SLE“
(siehe Formular "Anämie und Infektionskrankheiten Hund")
in Verbindung mit dem PCR-Nachweis von potentieller Erreger-DNA (Anaplasma,
Borrelia, Leishmania) in der Synovia.
Neue Auflage des Untersuchungsformulars
Anfang Juni ist eine Neuauflage unseres Untersuchungsformulars erschienen,
das folgende Änderungen im Untersuchungsprogramm (wirksam ab 1.
Juli) enthält:
- Schilddrüsenhormone Hund: Aufgrund der Ergebnisse unserer
Hypothyreose-Studie (Publikation in Vorbereitung) haben wir 3 Änderungen
vorgenommen:
- Hund Altersvorsorge: cT4 ist durch cTSH ersetzt, da dies eine
höhere diagnostische
Sensitivität besitzt
- Hund Schilddrüse: Enthält zusätzlich den cT4/cTSH-Quotienten,
der die höchste
diagnostische Sensitivität und Spezifität aufweist
- Hund Schilddrüse1 (mit fT4, Cholesterin und K-Wert) ist
gestrichen, ebenso die fT4-
Einzel-bestimmung, da fT4 gegenüber cT4 keine signifikant
höhere diagnostische
Relevanz besitzt
- Hund Pankreas: Neues Profil mit TLI, Amylase und Lipase
- PKD-Gentest: Neu aufgenommen; zur Erkennung der Polycystic Kidney
Disease bei Perserkatzen
- Preisanhebungen: Bei klinisch-chemischen Einzelwerten, aufwendigen
manuellen Verfahren von Urin-, Kot- und Hormonuntersuchungen und Profilen
mit verteuerten einzelnen Parametern
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