Die Bedeutung des Inulin-Ausscheidungstestes
für die
Nierenfrühdiagnostik beim Hund

Die aus unseren laufenden Inulin-Anforderungen durchgeführten
Kreatinin-Vergleichsmessungen bei 211 Hunden mit klinischem Nephrose-Verdacht
zeigen folgende Resultat-Konstellationen:
- Bei 63 von 211 Fällen (30 %,
3. Säule) muss trotz normalem Kreatinin eine eingeschränkte
Nierenfunktion aufgrund des Inulinwertes angenommen werden
- 75 Fälle (36 %, 2. Säule) zeigen übereinstimmend
erhöhte Kreatinin- und Inulin-Resultate
- 72 Fälle (34 %, 1.Säule) zeigen übereinstimmend
normale Kreatinin- und Inulin-Resultate
- In nur 1 Fall (4. Säule) kann ein erhöhtes Kreatinin
(158 µmol/l) mit dem Inulin-Ausscheidungstest (58 mg/l) nicht
bestätigt werden.
Dabei handelte es sich um eine 62 kg schwere Dogge, bei der - aufgrund
des hohen
Gewichts - eben auch ein erweiterter Referenzbereich des Kreatinins
bis ca. 162 µmol/l
zu berücksichtigen wäre (nach der Faustformel 100 + KGW
in kg, siehe Rundschreiben
Nr. 25).
Diese Ergebnisse untermauern die Bedeutung des Inulin-Ausscheidungstests
beim Hund zur Früherkennung, aber auch zum Ausschluss
einer Nierenfunktionsstörung:
- bei normalem Kreatinin, aber nephroseverdächtigen Symptomen
und zur Abgrenzung einer nephrosebedingten PU/PD von anderen Ursachen
- bei erhöhtem Kreatinin großer Rassen, oder generell einem
Körpergewicht über ca. 40 kg
- vor und während des Einsatzes nephrotoxischer Medikamente,
oder bei Verdacht sekundärer Nierenschäden als Folge anderer
Erkrankungen (z.B. Leishmaniose).
Nähere Informationen und Angaben zur Durchführung, Kosten
etc. finden Sie auf unserer Homepage, im ALOMECUM, oder erhalten Sie
auf Wunsch gerne per Post oder Fax übermittelt.
Aktualisierung unseres Untersuchungsprofils zur Arthritis-Diagnostik
Da in den vergangenen Monaten eine Vielzahl von Fällen auf einen
eindeutigen Zusammenhang zwischen einer chronischen Infektion mit Anaplasma
phagozytophilum (Anaplasmose) und einer „reaktiven Arthritis“
hinwiesen, haben wir unser Untersuchungsprofil für die Komplettabklärung
„Reaktive Arthritis, Rheumatoide Arthitis, SLE“ entsprechend
aktualisiert.
Neben den Nachweisen von Borrelia burgdorferi (s.l.)-Antikörpern
(IgM/IgG) mittels Westernblot, von Rheumafaktoren (Waaler-Rose-Test)
und von Antinukleären Antikörpern (ANA) kann nun in diesem
Profil als 4. Untersuchung zwischen dem Nachweis von Anaplasma phagocytophilum-Antikörpern
(IgM/IgG) und dem Borrelien-DNA-Nachweis im Urin oder Gewebe/Synovia
gewählt werden.
Der günstige Screening-Preis bleibt unverändert und gilt für
beide Varianten.
Als Material für diese Komplettabklärungen benötigen
wir 0,5 ml Serum (und ggfls. Urin oder Hautstanze/Synovia).
Publikation zur Diagnostik der caninen Babesiose erschienen

Im Dezember 2006 ist diese Publikation im Schweizerischen Archiv für
Tierheilkunde (SAT) erschienen. An Hand von 7 dokumentierten Babesiose-Fällen
(darunter 1 autochtonen Fall aus dem Raum Schaffhausen) können
wir zeigen, dass man sich bei der Babesiose-Diagnostik nicht allein
auf den Antikörper-Nachweis im Serum und den mikroskopischen Erregernachweis
im frischen Blutausstrich verlassen darf. Das Mittel der Wahl zum Nachweis
einer Babesien-Infektion im Anfangs- oder Akutstadium ist der PCR-Nachweis
von Babesien-DNA aus EDTA-Blut.
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