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Radolfzeller Kolloquium „Klinik und Labor“
... am Samstag 28. Mai 2005, 15-19 Uhr (anschließend gemeinsames
Abendessen).
Unser dieses Jahr wieder stattfindendes Kolloquium hat 3 Themenschwerpunkte
auf unseren Spezialgebieten Nierenfrühdiagnostik, Endokrinologie
und Infektionsdiagnostik mit folgenden 6 Vorträgen:
- Was sagen uns Nierenwerte wirklich?
Nieren(früh)-Diagnostik bei Hund und Katze anhand von Fallbeispielen
Dr. Markus Haller, Kleintierpraxis HallMa, Boniswil (Schweiz)
- Erniedrigtes canines T4 = Hypothyreose?
Überraschende Ergebnisse einer multizentrischen Hypothyreose-Studie
Dr. Werner Müller, Labor ALOMED
- Leishmaniose und Ehrlichiose auch in Deutschland und der Schweiz?
Bedeutung und Ausbreitung vektorassoziierter Infektionserkrankungen
Dr. Rainer Oehme, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg (Stuttgart)
- Borreliose, Ehrlichiose und Leishmaniose beim Hund
Fallbeispiele aus der Praxis
Steffen Sum, Medizinische Kleintierklinik der Lmuss München
- Anämie – wie finde ich die Ursache?
Aufarbeitung eines außergewöhnlichen Falles
Thomas Rieker, Kleintierpraxis Ravensburg
- Serologie oder PCR?
Mode und Konzepte in der Infektionsdiagnostik
Dr. Daniel Schaarschmidt, Labor ALOMED
Labor-Kurs für Helferinnen
Aufgrund großer Nachfrage möchten wir dieses Jahr wieder
einen Labor-Kurs für Ihre Helferinnen anbieten.
Dieser findet am Samstag, 11. Juni 2005, 15-18 Uhr, im Labor ALOMED
statt.
Der Kurs behandelt grundlegende Fragen der Präanalytik (Probengewinnung,
Aufarbeitung und Vorbereitung für den Versand), wird aber auch
Teile der praktischen Labor-Ausbildung auffrischen, bzw. vertiefen.
Wir bitten um Anmeldung bis 28. Mai, Unkostenbeitrag: 15,- EUR bzw.
25,- SFr.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Neues von der Borreliose-Diagnostik
Seit einiger Zeit gibt es in der Borreliose-Diagnostik beim Mensch
eine Diskussion über die Rolle eines neuen Borrelien-Antigens.
Dieses sogenannte VlsE-Antigen, ein Oberflächenprotein findet
sich in den Borrelien nur in vivo, d.h. wenn sie sich im Säugetier,
oder einer Zecke befinden, nicht aber, wenn sie in einer Zellkultur
angezüchtet wurden. Aus diesem Grunde wurde es auch erst kürzlich
entdeckt.
VlsE ist in der Humandiagnostik als ein guter diagnostischer Marker
beschrieben, insbesondere dann, wenn ein Antigen-Gemisch aller Genospezies
verwendet und es im Westernblot zusätzlich zu den bisher bekannten
hochspezifischen Borrelien-Antigenen eingesetzt wird.
Seinen Niederschlag hat diese Entwicklung auch in der Veterinärdiagnostik
gefunden. Es werden Praxistests angeboten, die ausschließlich
mit einem von diesem Antigen abgeleiteten, synthetisch hergestellten
Peptid (mit der Bezeichnung „C6“) arbeiten und damit
„Lyme-positive Hunde identifizieren“ wollen.
Mit einer Antikörper-Bestimmung kann in der Borreliose-Diagnostik
jedoch nur der Kontakt des Tieres zu dem Erreger nachgewiesen werden,
die Diagnosestellung Borreliose’ ist allein serologisch nicht
möglich. Dies ist unabhängig von Art und Zusammensetzung der
in dem Test verwendeten Antigene, denn diese Tests sind und bleiben
indirekte Verfahren. Ein Ergebnis „Lyme-“ oder „Borreliose-positiv“
aufgrund eines Antiköpertestes ist also in der Borreliose-Diagnostik
genauso wenig wie in der FIP-Diagnostik zu erhalten.
Zusätzlich bestehen gravierende Unterschiede zwischen den verfügbaren
Verfahren in deren diagnostischer Sensitivität und Spezifität
des Nachweises Borrelien-spezifischer Antikörper. Aus diesem
Grunde führen wir seit 5 Jahren nur noch den rekominanten Westernblot
als Erstuntersuchung durch. Ob und inwieweit die Hinzunahme des
VlsE-Antigens bei der AK-Bestimmung mittels Westernblot beim Hund von
diagnostischem Nutzen sein kann, ist bisher noch nicht bekannt. Wir
haben dazu eine Untersuchung begonnen und werden Ihnen auf unserem Kolloquium
am 28. Mai dazu erste Ergebnisse liefern können.
Fragen und Antworten zum Inulin-Ausscheidungstest
Muss Hund oder Katze bei Durchführung des Testes nüchtern
sein?
Ja, dies ist sowohl für die Analyse der Inulin-Konzentration als
auch für die Beurteilung der erhaltenen Messwerte wichtig, da die
Referenzwerte unter diesen Bedingungen ermittelt wurden.
Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das Tier nicht dehydriert
ist, also freien Zugang zur Wasseraufnahme hat.
Ist der Test auch unter Sedation des Tieres durchführbar?
Falls eine Sedation nicht zu umgehen ist, sollten Medikamente ohne,
oder mit geringer blutdrucksenkender Wirkung verwendet werden. Bisher
gibt es keine Studien, die den Narkose-Effekt auf die Inulin-Clearance
an demselben Tier untersucht haben (von M. Haller et al. wurden
alle Untersuchungen ohne Sedation durchgeführt). Bei unter Sedation/Narkose
erhaltenem grenzwertigen Inulin ist die Interpretation daher unsicher,
bei normalen oder eindeutig erhöhten Werten sollte die Interpretation
jedoch nicht in Frage gestellt sein.
Informationen zur Indikation, Präanalytik und Durchführung
dieses Testes der Nierenfrühdiagnostik erhalten Sie in unserem
ALOMECUM. Die Originalpublikationen können Sie gerne bei uns anfordern.
Altersvorsorge bei Hund und Katze
Wartezimmer-Poster und Besitzer-Infos zu dem Untersuchungsprofil
'Altersvorsorge’ (siehe Untersuchungsformular 10/04) können
weiterhin bei uns angefordert werden.
Ein Laborvorsorgepass wird zu jedem Befund eines Altersvorsorge-Profils
ausgestellt.
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