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Canines Thyreotropin (cTSH)Indikation
Physiologischer Hintergrund Die Schilddrüse ist in einen Rückkopplungsregelkreis integriert. Die Steuerung ihrer Hormonsynthese erfolgt über das im Hypothalamus gebildete TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon), das die Synthese und Sekretion des TSH im Hypophysen-Vorderlappen induziert. Das TSH stimuliert (durch Bindung an Rezeptoren der Schilddrüsen-Zellmembran) die Synthese und Sekretion der Schilddrüsenhormone T4 und T3. Über den Hypophysen-Schilddrüsen-Regelkreis werden die Serumkonzentrationen der freien Hormone fT4 und fT3, die letztlich funktionell wirksam sind, konstant gehalten. Erhöhte Werte hemmen die Freisetzung von TSH aus der Hypophyse, erniedrigte Werte der freien Hormone haben eine erhöhte TSH-Produktion zur Folge. Damit ist eine erhöhte TSH-Konzentration im Serum als diagnostischer Marker einer primären Hypothyreose verwendbar. Erhöht bei:
Erniedrigt bei:
Referenzbereich Hund:
Präanalytik Serum ist das geeignete Probenmaterial (Menge: 0,5 ml). Validierungsstand (Hund) Das canine TSH (cTSH), ein von der Firma DPC (Los Angeles, USA) speziell
für die Anwendung beim Hund entwickeltes Testverfahren wird im
Rahmen der im September 2001 von ALOMED begonnen multizentrischen, labormedizinischen
- klinischen Studie „Hypothyreose beim Hund“ validiert. Eine Referenzwertermittlung an einem Kollektiv gesunder Hunde (N=41) ergab für das cTSH obengenannten Bereich von 0,04-0,62 µg/l. Nach den bisherigen Daten (Stand Juni 2005) liegt die diagnostische Sensitivität des Verfahrens zur Erkennung einer primären Hypothyreose bei 90 %, die diagnostische Spezifität bei 92 %. Das cTSH besitzt als Einzelparameter damit die höchste diagnostische Spezifität unter den Schilddrüsenparametern, wird also durch Nicht-Schilddrüsenerkrankungen offenbar am wenigsten beeinflusst. Es muss darauf hingewiesen werden, daß es sich bei diesem cTSH-Test um ein Verfahren der 1. Generation handelt und durch eine Weiterentwicklung eine Steigerung der analytischen und diagnostischen Eigenschaften zu erwarten ist. Die analytische Fähigkeit des vorliegenden cTSH-Testsystems zur Unterscheidung zwischen normal und erniedrigt (kleiner 0,04 µg/l) ist bisher im Rahmen unserer Studie (Stand Juni 2005) nicht ausreichend geprüft. Bei einem von der Herstellerfirma DPC durchgeführten Methodenvergleich zwischen dem IMMULITE Canine TSH und dem von derselben Firma schon länger erhältlichen immunradiometrischen TSH-Test (Coat-A-Count Canine TSH IRMA) war im Meßbereich 0,04-9,0 µg/l eine praktisch 100 %ige Übereinstimmung der Werte nachweisbar. Beurteilung und Interventionsgrenzen
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